Ärztliche Fortbildung in Leipzig

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Leipzig ist eine kreisfreie Großstadt im Freistaat Sachsen. Sie bildet ein Zentrum für Wirtschaft, Bildung und Handel sowie Verwaltung, Kultur und Verkehr in Ostdeutschland und Sachsen und war Ende 2012 mit über 520.000 Einwohnern Deutschlands zwölftgrößte Stadt. Leipzig gehört zu den sechs Oberzentren Sachsens und bildet mit der benachbarten Großstadt Halle (Saale) den Ballungsraum Leipzig-Halle, in dem über eine Million Menschen leben. Mit Halle und neun weiteren Städten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bildet Leipzig die Metropolregion Mitteldeutschland und ist neben Dresden eine ihrer beiden Kernstädte. Nach Verleihung des Stadtrechts und der Marktprivilegien um das Jahr 1165 entwickelte sich Leipzig bereits während der Deutschen Ostsiedlung zu einem wichtigen Handelszentrum. Leipzigs Tradition als bedeutender Messestandort in Mitteleuropa mit einer der ältesten Messen der Welt geht auf das Jahr 1190 zurück und war eng mit der langjährigen Rolle Leipzigs als internationalem Zentrum des Pelzhandels verknüpft. Deshalb wurde Leipzig am 20. Dezember 1937 offiziell in Reichsmessestadt Leipzig umbenannt. Neben Frankfurt am Main ist die Stadt ein historisches Zentrum des Buchdrucks und -handels. Außerdem befinden sich in Leipzig eine der ältesten Universitäten sowie die ältesten Hochschulen sowohl für Handel als auch für Musik in Deutschland. Leipzig verfügt über eine große musikalische Tradition, die vor allem auf das Wirken von Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy zurückgeht und sich unter anderem auf die Bedeutung des Gewandhausorchesters und des Thomanerchors stützt.
Die Stadt bekennt sich mit ihrer Wirtschaftsstrategie zum „Cluster Gesundheitswirtschaft & Biotechnologie", unterstützt wird sie vom „Verein zur Förderung der Gesundheitswirtschaft in der Region Leipzig e.V." (VFG). Das Universitätsklinikum mit seinen mehr als 4000 Mitarbeitern ist ein Krankenhaus der Maximalversorgung. Seine Vorläufer waren das St. Jacobs-Hospital und das Städtische Krankenhaus St. Jakob. Das 1994 gegründete Herzzentrum Leipzig in Trägerschaft des Rhön-Klinikums fungiert als Universitätsklinik und ist ein Fachkrankenhaus mit dem Versorgungsauftrag für Herzchirurgie, Kardiologie und Kinderkardiologie. Mit der Kapazität für 420 stationäre und 10 tagesklinische Patienten ist es das größte Herzzentrum der Welt. Das Klinikum St. Georg, das als Spital 1439 von der Stadt übernommen wurde, feierte 2012 sein 800jähriges Bestehen. Das Klinikum ist ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung und beschäftigt über 3000 Mitarbeiter. Die Infektionszentrale und das Schwerbrandverletztenzentrum besitzen bundesweite Bedeutung. 2006 übernahm das St. Georg das Fachkrankenhaus Hubertusburg in Wermsdorf. Das St. Georg bekam 2011 vom Freistaat den Zuschlag für die Errichtung einer Septischen Chirurgie. In unmittelbarer Nähe des Herzzentrums befindet sich mit dem Park-Krankenhaus, dem größten Krankenhaus der Regelversorgung (626 Betten, 98 teilstationär, 154 Rehabilitationsplätze) in Sachsen, eine weitere Einrichtung des Rhön-Klinikums. In Leipzig gibt es mit dem evangelischen Diakonissenkrankenhaus und dem 1931 eingeweihten St.-Elisabeth-Krankenhaus (in katholischer Trägerschaft) noch zwei Krankenhäuser der Regelversorgung. Letzteres ist eines der beliebtesten Krankenhäuser Sachsens. Das bis 2007 betriebene Bundeswehrkrankenhaus in Wiederitzsch will der Erwerber zusammen mit dem ehem. Amberger Bundeswehrkrankenhaus zu einer Fachklinik entwickeln. Leipzig verfügt über zwei zertifizierte Stroke Units (St. Georg, Uni), zwei Brustkrebszentren (St. Elisabeth, St. Georg), drei Darmkrebszentren (Diako, Park-Krankenhaus, Uni), ein Prostatakrebszentrum (Uni) und ein Hautkrebszentrum (Uni). Die Medica-Klinik für ambulante Rehabilitation und Sportmedizin ist eine der größten Einrichtungen für ambulante Reha in Deutschland und Akademisches Lehrkrankenhaus der Leipziger Universität. Zur Ansiedlung von Unternehmen der Biotechnologie wurde 2003 am Rande des alten Messegeländes die Bio City Leipzig errichtet. Hier befinden sich das Biotechnologisch-Biomedizinische Zentrum der Universität Leipzig sowie verschiedene Unternehmen, u. a. Vita 34 International, Europas erste und größte private Nabelschnurblutbank sowie Haema, der größte unabhängige Blutspendedienst Deutschlands. Das Leipziger Arzneimittelwerk ging aus einer 1926 in Paunsdorf errichteten Betriebsstätte der Firma Dr. Willmar Schwabe hervor, im Jahr 2000 wurde es von Riemser übernommen.