Über ärztliche Fortbildung

 

Eine kontinuierliche Aktualisierung des Wissens sowie der Ausbau der eigenen Fachkompetenz gehören zum ärztlichen Selbstverständnis. Die ärztliche Fortbildung hat das Ziel der Optimierung der Behandlungsqualität sowie der Bereitstellung einer höchstmöglichen Versorgungsqualität für die Patienten. Eine kontinuierliche Fortbildung folgt dabei folgendem Zyklus:

 

  • Erkennen des Fortbildungsbedarfs
  • Festsetzung des Lernziels
  • Auswahl der Fortbildungsinhalte
  • Sichtung des Lehrangebotes
  • Auswahl der Lernmethode
  • Lernerfolgskontrolle
  • Anwendung des neuen Wissens im Alltag
  • Kontinuierliche Überprüfung des Wissens

 

Jeder Arzt ist dazu verpflichtet, sein Wissen kontinuierlich mittels entsprechender Fortbildungen zu erneuern (siehe  § 4 der (Muster-) Berufsordnung und § 95d SGB V

Die möglichen Formen der Fortbildung sind acht verschiedenen Kategorien untergeordnet, welche unterschiedlich hoch mit Fortbildungspunkten bewertet werden. Gemäß (Muster-) Fortbildungsordnung setzt eine Anerkennung und Vergabe von Punkten eine Fortbildungseinheit von mindestens 45 Minuten Dauer sowie die Zuordnung zu einer der folgenden Fortbildungskategorien voraus.

Um eine kontinuierliche Fortbildung nachweisen zu können und somit seine Nachweispflicht zu erfüllen, sammelt der Arzt CME (engl. Continuining Medical Education ) -Punkte. Diese werden zur Erlangung eines Fortbildungszertifikats der Ärztekammern benötigt.

Das Fortbildungszertifikat dient als Nachweis für die Erfüllung der vorgeschriebenen Fortbildungspflicht und wird erteilt, wenn der Arzt innerhalb von fünf Jahren 250 Fortbildungspunkte gesammelt hat.

Versäumt der Arzt es, innerhalb des 5-Jahres-Zeitraumes die erforderlichen 250 CME-Punkte zu sammeln, bzw. kann dies nicht bei der kassenärztlichen Vereinigung nachweisen, muss er mit einer Kürzung Ihrer Bezüge von bis zu 100 % rechnen.